
Als erster Redner trat Bürgermeister Werner Arndt ans Mikrophon. Er zitierte den Friedensnobelpreisträger Willy Brandt „Nationalismus ist keine Alternative. Er hat noch nie ein Problem gelöst, sondern immer nur neue geschaffen.“ Gleichzeitig mahnte er, berechtigte Sorgen und Ängste in der Gesellschaft ernst zu nehmen. Der Dialog mit diesen Bürgern dürfe nicht abreißen, so Arndt. Sein Schlussappell: “Jetzt ist es Zeit für einen Aufstand der Anständigen in unserer Gesellschaft!“
Marls junger SPD-Chef Brian Nickholz sprach für die demokratischen Parteien in Marl. „Wir wollen keine Brandstifter, wir wollen in guter Nachbarschaft leben“ forderte er. In weiteren Verlauf der Veranstaltung sprachen unter anderem Vertreter der GiL-Schülervertretung und der Pfadfinder, Pfarrerin Kirsten Winzbeck (christliche Kirchen), Bea Ries und Intisar Saif (CIAG) und Cengiz Caliskan (Integrationsrat). Kurt Langer richtete solidarische Grüße von Rolf Abrahamsson und las Texte aus dessen Erinnerungen an seine Zeit im KZ vor.
Neben zahlreichen Einzelpersonen, die ein persönliches Zeichen setzten, wollten waren auch Vertreter verschiedener Sportvereine dabei, Gewerkschaftler, IGBCE-Jugend, Frauen helfen Frauen, die Alevitische Gemeinde, die Sternburger Karnevalsgesellschaft, verschiedene Schülervertretungen, der Zaubergarten, Intercent, CIAG, Partnerschaftsvereine, Jusos, Junge Union, Flüchtlingshelfer, KAB und, und, und.
Mit der Einbindung von gleich acht Marler Bands lag man goldrichtig, die Veranstaltung hatte fast Festivalcharakter. Selbst an einen Getränkestand und Bierzeltgarnituren hatte man gedacht. Eröffnet wurde der Tag von den GreenHorns des jBM unter Leitung von Gregor Lankeit. Weiter mit dabei: Zina Zaburowski und Fat Pack, Chris Kramer, Peter and Friends, Löwenherz, die Roten Hosen, Blues Generation – N und Threepwood N Strings. Das Publikum quittierte die tollen Auftritte viel viel Applaus.
Kurz nach 22 Uhr war die Veranstaltung beendet, die Veranstalter konnten ein positives Fazit ziehen. Ein Dank des Bürgermeisters geht auch an die Polizeikräfte, die Ordner und den ASB-Sanitätsdienst, die für einen sichern Verlauf sorgten. Herzlichen Dank den Initiatoren, allen Helferinnen und Helfern sowie an die teilnehmenden Bands, die alle ohne Gage auftraten – Ehrensache!






